Spielplätze ganz unterschiedlicher Qualität

Die Spielplatztester waren in den beiden Stadtteilen Kirrlach und Wiesental unterwegs.

Kinder testeten in Wiesental und Kirrlach

Bei zwei Tests in den Stadtteilen Kirrlach und Wiesental wurden jeweils mehrere Spielplätze angefahren und von den Kindern bespielt. Anschließend bewerteten die Kinder die Spielplätze und die vorhandenen Spielgeräte anhand ihrer Eindrücke. Dabei sagten sie deutlich, was ihnen gefiel und was ihnen nicht so zusagte. Auch die begleitenden Eltern gaben ihre Eindrücke offen wieder.

„Es gibt Familien die lieber in Nachbargemeinden auf den Spielplatz gehen, weil das Angebot dort für ihre Kinder entweder altersgerechter oder für die Kids generell attraktiver ist“, erklärte Jochen Müller, nach vielen Gesprächen mit den Eltern.

Bei der Aktion „Spielplatztester gesucht“ der Projektgruppe „Mensch und Gesellschaft“ wurde vor allem von den Kindern in Wiesental deutlich weniger bemängelt als einige Wochen zuvor in Kirrlach. Durchweg wurden die Spielplätze in Wiesental besser bewertet. Sie sind meist attraktiver gestaltet und dort gibt es im Gegensatz zu Kirrlach überall genügend Sitzmöglichkeiten.

Insgesamt aber wünschen sich die Kinder überwiegend modernere Geräte wie Bodentrampoline oder größere Klettergerüste mit Röhrenrutschen. Bei den Kindern stehen aber auch schönere Sandkästen mit Wasser und Matsch sowie Schaukeln für jedes Alter hoch im Kurs. Gerade die größeren Kinder waren von den vorhandenen Spielgeräten eher schnell gelangweilt. In Wiesental wurden auch Tischtennisplatten vermisst. Zwar gibt es im Stadtteil Wiesental Basketballkörbe, um dort jedoch richtig spielen zu können, wäre ein glatter Untergrund notwendig, sonst sind sie weitgehend nutzlos.   

Den Eltern fehlten bei der Testtour von Spielplatz zu Spielplatz vor allem Sitzmöglichkeiten mit Tischen und Schatten spendende Bäume oder durch Sonnensegel. Zum Teil gibt es Sträucher mit Stacheln, an denen sich Kinder verletzen können. „An manchen Stellen müsste das Unkraut früher entfernt und die Rasenflächen gewässert werden“, lautete ein Hinweis. An manchen Spielplätzen wurden auch Gefahrenstellen gerade für Kleinkinder festgestellt. Die Projektgruppe will die Einzelergebnisse auch der Stadtverwaltung zur Verfügung stellen, damit diese die Vorschläge bei nächster Gelegenheit berücksichtigen kann.

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