Schnelles Internet für bisher schlecht versorgte Gebiete

Bürgemeister Thomas Deuschle zum Glasfaserausbau

Landkreis und Kommunen investieren in Glasfaserausbau

Über drei Millionen Euro investiert die Stadt Waghäusel in einem ersten Schritt in den Ausbau schneller Internetverbindungen in der Großen Kreisstadt. Dies geschieht in erster Linie durch die Verlegung von Glasfaserkabeln in Neubau- und Gewerbegebieten sowie in den am schlechtesten versorgten Gebieten. Waghäusels Bürgermeister Thomas Deuschle berichtete auf Einladung der Projektgruppe „Waghäusel digital“ bei einer öffentlichen Veranstaltung des CDU Stadtverbandes Waghäusel. In den Schulungsräumen des Malerbetriebs Lehn konnte Jürgen Scheurer neben den Mitgliedern der CDU auch zahlreiche Selbstständige und Gewerbetreibende begrüßen.

„Von 28 europäischen Ländern belegt Deutschland beim Glasfaserausbau den vorletzten Platz“, erklärte Thomas Deuschle zu Auftakt seines Vortrags den Zuhörern. Zwar gebe es in vielen Gebieten eine derzeit ausreichende Versorgung durch schnelle DSL- oder Kabelangebote der privaten Anbieter. In anderen Teilen des Landes sei die Versorgung aber schlecht und die Anbieter seien dort auch teilweise nicht bereit, in den weiteren Netzausbau zu investieren.

„Der Landkreis Karlsruhe investiert daher in ein kreisweites Backbone-Netz mit Anschlüssen in jedem Ortsteil, um eine flächendeckende Grundversorgung von 50 Mbit/s in jedem Ortsteil zu ermöglichen. Der innerörtliche Ausbau erfolgt dann durch die Städte und Gemeinden mit Unterstützung des Landkreises“, erklärte Kreisrat Deuschle.

Im Jahr 2015 hat sich der Gemeinderat der Stadt Waghäusel auf eine Strategie zum Breitbandausbau verständigt. Zunächst erfolgte die Auftragsvergabe zur Erstellung eines Masterplans für das gesamte Stadtgebiet. Die erste Phase des Ausbaus sieht die Mitverlegung von Leerrohren für die Breitbandinfrastruktur in Neubaugebieten im Zuge der Erschließung vor. Dazu kommt die Verlegung im Bestand im Zuge von Straßen- und Gehwegsanierungen. Begonnen wird ein priorisierter Ausbau der am meisten unterversorgten Bestandsgebiete. Nachgeordnet erfolgt dann der mittel- bis langfristige Ausbau der übrigen Gebiete, abhängig von der finanziellen Leistungsfähigkeit der Stadt.

„Die kurzfristigen Nettoausbaukosten liegen bei rund 4,3 Millionen Euro für die erste Ausbaustufe, langfristig werden mindestens weitere 18, 3 Millionen Euro notwendig sein“, erläuterte Thomas Deuschle die Investitionssummen für den Glasfaserausbau in Waghäusel. Zunächst werden rund 7,4 Kilometer Kabellänge in Kirrlach und Wiesental verlegt.

Zunächst werden die innerörtlichen Anschlüsse an das Glasfasernetz errichtet (POP), an die dann die Verteiler für bestehende Kupferkabel (KVZ) oder neue Glasfaserleitungen (RVt) angeschlossen werden. Direkte Glasfaseranschlüsse an die neuen Glasfaserzuleitungen sind für Privathaushalte allerdings aus rechtlichen Gründen bisher nicht möglich, wenn dies bereits über einen Anschluss mit mindestens 30 MBits/s verfügen. Netzbetreiber und Anbieter für schnelle Verbindungen durch die Glasfaseranschlüsse ist die saarländische Firma Innexio. Sie hat die Ausschreibung des Landkreises gewonnen.

„Während der Stadtteil Waghäusel durch Kabelanschlüsse bisher ganz gut mit schnellem Internet versorgt ist, liegt der erste Ausbauschwerpunkt in den besonders schlecht versorgten Gebieten in Kirrlach und Wiesental“, berichtete Thomas Deuschle.

In der Diskussion nach dem sachkundigen und ausführlichen Vortrag wurde deutlich, wie groß der Bedarf an einer akzeptablen Breitbandversorgung bei Privatpersonen und Gewerbetreibenden in der Stadt ist. In einigen Teilen liegt die Bandbreite noch unter 5 Mbit/s und weit und 50 oder gar mehr als 100 Mbit/s, wie sie in Ballungsgebieten inzwischen oft Standard sind.

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Breitbandausbau und Digitalisierung in Waghäusel

Die CDU will die Chancen der Digitalisierung für Waghäusel nutzen

Der Glasfaserausbau in Waghäusel geht, durch viele Baustellen sichtbar, voran. Waghäusels Bürgermeister Thomas Deuschle informiert daher am Freitag, 27. Oktober um 19.30 Uhr auf Initiative der Projektgruppe Wirtschaft der CDU Waghäusel über das Thema „Breitbandausbau & Digitalisierung in Waghäusel“.  Auch die Möglichkeiten der Digitalisierung für Wirtschaft und Verwaltung werden an dem Abend ein Diskussionsthema sein. Alle interessierten Bürger sind herzlich eingeladen, sich zu informieren. Die Veranstaltung findet in den Räumen des Malerbetriebs Lehn in der Goethestraße 53 in Kirrlach statt.

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Digitale Zukunft für Waghäusel

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Arbeitsgruppe „Waghäusel digital“ entwickelt Maßnahmenplan

Die Stadt Waghäusel soll sich nicht nur städtebaulich und gesellschaftlich weiterentwickeln, sondern auch in der digitalen Welt zeitgemäß und modern auftreten.

Die Arbeitsgruppe „Waghäusel digital“ der CDU Waghäusel hat sich im Rahmen der CDU-Projektgruppe „Wirtschaft“ mit Fragen der Digitalisierung befasst. Dazu erarbeitet die CDU, auf Anregung von Jürgen Scheurer und Linda Hauck, nun ein konkretes Programm, das verschiedene Maßnahmenbereiche beinhaltet. In Zukunft  sollen die Möglichkeiten der Digitalisierung auch in Waghäusel stärker als bisher genutzt werden.

Zu dem 5-Punkte-Plan, den die Arbeitsgruppe besprochen hat, gehören beispielsweise der Ausbau der Netzinfrastruktur in der großen Kreisstadt und öffentliches W-LAN. Mehr Online-Service für Bürger und Kunden soll der Ausbau der städtischen Internetseite zu einem modernen Online-Service-Center und der Aufbau eines lokalen Wirtschaftsportals bringen. Örtliche Internetfirmen sollen nach Auffassung der CDU unterstützt und gefördert werden.

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