Deutliche Entlastungen für den Mittelstand

Ernst Schuhmacher bedankt sich bei Ulli Hockenberger MdL
Ernst Schuhmacher bedankt sich bei Ulli Hockenberger MdL

Unternehmer sollen von schnellerem Internet und weniger Bürokratie profitieren

Der Mittelstand in Baden-Württemberg soll deutlich entlastet und bei den Herausforderungen der Zukunft unterstützt werden. Das machte der CDU-Landtagsabgeordnete Ulli Hockenberger beim Unternehmerdialog der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung Karlsruhe-Land in Waghäusel deutlich. Neben Unternehmern und Kommunalpolitikern konnte der stellvertretende Kreisvorsitzende der MIT, Jürgen Scheurer, auch den Vorsitzenden der Vereinigung der Kirrlacher Selbstständigen Bernd Klein zu der Diskussionsrunde begrüßen.

„Das Land investiert über eine Milliarde Euro in den Breitbandausbau. Das kommt durch den Glasfaserausbau vor allem auch den Unternehmen in der Fläche zugute“, erklärte Ulli Hockenberger.

Im Zuge der voranschreitenden Digitalisierung sollen Online-Angebote der öffentlichen Verwaltungen den Unternehmen zunehmend Antragstellungen und Behördengänge vereinfachen oder ganz abnehmen. Der Landkreis Karlsruhe ist hierbei einer von fünf Musterwahlkreisen.

Der Bürokratieabbau soll jedoch weitergehen. Ein Normenkontrollrat des Landes soll die Bürokratie überprüfen und hat bereits 51 verzichtbare Gesetze und Regelungen identifiziert, so Hockenberger. Er ist zuversichtlich, dass auch bei der Landesbauordnung weitere Erleichterungen folgen werden, wovon Bürger, Bauherren und Bauwirtschaft gleichermaßen profitieren werden. Dieses Thema hatte der Waghäuseler CDU-Stadtrat Ernst Schuhmacher eingebracht, der als Bauingenieur aus seiner Alltagspraxis berichten konnte.

Ein Diskussionsthema war auch die Unterstützung für junge Unternehmen, die sich aus der Technologieregion in Waghäusel ansiedeln könnten. Die Anregung, jungen Unternehmen die Gewerbesteuer zeitweise zu erlassen, sah der Abgeordnete aus Gleichbehandlungsgründen kritisch. Besser sei es, eine direkte kommunale Unterstützung durch gezielte Wirtschaftsförderung oder die Bereitstellung günstiger Gewerbeflächen zu etablieren. Die Wirtschaftsförderungsmaßnahmen in Waghäusel sollen nach dem Willen der CDU in jedem Fall deutlich intensiviert werden, so der Tenor der lebhaften Diskussion.

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Waghäuseler Wirtschaft braucht bessere Rahmenbedingungen

Projektgruppe „Wirtschaft und Digitales“ diskutierte Wirtschafts- und Vereinsförderung

Die Waghäuseler Wirtschaft braucht bessere Rahmenbedingungen und Unterstützung durch die Stadt. Diese Auffassung vertreten Mitglieder der Bürgerwerkstatt in Waghäusel.

Die Projektgruppe „Wirtschaft und Digitales“ des CDU-Stadtverbandes Waghäusel hat in der jüngsten Informationsveranstaltung intensiv über Wirtschafts- und Vereinsförderung diskutiert.

Projektgruppenvorsitzender Jimmy Jüttner regte eine engere Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Vereinen über eine Internetplattform an. Diese könne Vereinen die Suche nach Sponsoren für ihre Projekte, auch über die Stadtgrenzen hinaus, erleichtern. Umgekehrt würden Unternehmen besser Sponsoringprojekte finden, die gut zu ihnen passen. Insbesondere kleinere Vereine, könnten von einer digitalen Spendenplattform profitieren und Unterstützung für größere Projekte finden, so die Feststellung.

„Bei der Volksbank Bruchsal-Bretten ist eine solche Plattform bereits im Einsatz. Die Bank ist bereit, diese den Waghäuseler Vereinen bei deren Arbeitsgemeinschaftstreffen vorzustellen“, erklärte Jimmy Jüttner. Ein entsprechender Termin ist in Abstimmung mit den Vereinsvertretern Heiko Mail und Sandro Quarata für den Herbst geplant.

Von den Mitgliedern der Projektgruppe wurden verschiedene Maßnahmen diskutiert, die für Handel, Gewerbe und Handwerk von Bedeutung sind. Dazu gehört auch die Infrastruktur, wie ein attraktives  Angebot von Gewerbe- und Büroflächen in der Stadt, aber auch der weitere Breitbandausbau für schnelles Internet.

„Die Attraktivierung der Ortskerne ist auch für den Einzelhandel von hoher Bedeutung, um auch in Zukunft für die Versorgung der Bevölkerung vor Ort da sein zu können“, stellte Michael Hörner für die Projektgruppe Stadtentwicklung fest. Hier wollen die beiden Projektgruppen künftig gemeinsame Überlegungen anstellen.

Wichtig ist den Unternehmern in der Projektgruppe ein eigener Ansprechpartner in der Stadtverwaltung, der nach dem Ausscheiden aus der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Bruchsal in Aussicht gestellt worden war.

Angeregt wurde in der engagierten Diskussion auch die Bereitstellung von kleinen Büros oder Flächen für Gründer und Startups. Durch die Lage zwischen SAP in Walldorf und dem KIT in Karlsruhe sei Waghäusel gerade für junge IT-Unternehmen interessant, wenn eine entsprechende Infrastruktur angeboten werden können.

„Auch über einen Erlass oder die Stundung der Gewerbesteuer in der Gründungsphase sollte nachgedacht werden“, meinte Jimmy Jüttner.

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