Unser Mitglied des Monats

 Alt-Stadtrat Emil Müller

Emil Müller

Emil Müller

Emil Müller wurde bereits im Jahr 1959 – damals noch für die Junge Union – in den Gemeinderat von Kirrlach gewählt.  Ohne ihn wäre die Liste damals nicht vollständig gewesen und er wurde nachts nach seiner Bereitschaft gefragt, damit der Wahlvorschlag am nächsten Tag eingereicht werden konnte. Er war nahezu ununterbrochen bis ins Jahr 1994 ehrenamtlich in dieser Funktion für die CDU tätig. Seit Jahrzehnten dürfen die Christdemokraten bei Wahlen seinen Hof und seine Einfahrt für ihre Infostände nutzen. Emil Müller interessiert sich auch im Alter von 85 Jahren noch leidenschaftlich für die politischen Geschehnisse.

Gerne blickt der Kirrlacher auf seine politischen Anfangsjahre zurück, die er als sehr erfolgreiche  Zeit für die CDU betrachtet. Mit politischen Talenten wie Hans Haag, Emil Kremer, Willi Heger und nicht zuletzt Robert Straub fühlte er sich stets eng verbunden. Viel Freude in der Politik machte dem langjährigen Stadtrat das gute Verhältnis der Fraktionsmitglieder untereinander. Man habe sich aufeinander verlassen können. Beeindruckend fand Emil Müller in seinen Anfangsjahren die Verhältnismäßig hohen Investitionen in die Goetheschule  erstmals nach über 50 Jahren. Gut im Gedächtnis geblieben ist Emil Müller die Zeit als wichtige Infrastrukturprojekte in Waghäusel angepackt wurden, wie etwa der Bau des Kirrlacher Wasserwerks und die Gründung des entsprechenden Zweckverbandes.

Den größten Fehler in der Kommunalpolitik sieht Müller heute im dem fehlenden Gymnasium in der heutigen großen Kreisstadt. Aus seiner Sicht kam es nicht zustande, weil sich die beiden Bürgermeister der damaligen selbstständigen Gemeinden Kirrlach und Wiesental nicht zu einer Einigung durchringen konnten. Auch lange Haushaltsdiskussionen um 1000 Mark Zuschuss für den Kindergarten mit der Begründung die Kirche habe genug Geld blieben für den gläubigen Katholiken unverständlich.

Seine politischen Vorbilder sind bis heute die CDU-Urgesteine der Gründerzeit der Bundesrepublik Konrad Adenauer und Ludwig Erhard. Eine gute Zusammenarbeit ist für Emil Müller viel mehr die Voraussetzung für gute Politik als nur Parteipolitik.

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