Waghäusel/Gönnheim(js). Die CDU Waghäusel hat kürzlich das traditionsreiche Weingut Knauff im pfälzischen Gönnheim besucht. Unter der Führung der Vorsitzenden Susanne Diesing erlebten die CDU-Mitglieder eine interessante Führung durch den Weinkeller. Insbesondere die alten, wertvollen Holzfässer stießen nicht nur wegen des Inhalts auf großes Interesse. Die Mitgliederbeauftragte Ursel Scheurer hatte die informative und unterhaltsame Weinprobe durch Winzer Henning Knauff organisiert. Im geselligen Teil des Abends gab es dann auch noch eine kulinarische Stärkung Saumagen auf einem zünftigen Pfälzer Teller.
Das Weingut Knauff ist ein Familienbetrieb, der in der achten Generation Weinbau betreibt und als Selbstvermarkter qualitativ hochwertige Weine produziert. Die freundschaftlichen Beziehungen nach Waghäusel bestehen schon seit Jahrzehnten. Als Lieferant der Kirrlacher Karnevalsgesellschaft hatte das Weingut beim Straßenfest in der Oberdorfstraße angefangen. Heute gibt den „Palzwoi“ bei der KiKaGe, dem Obst- und Gartenbauverein und in zahlreichen privaten Weinkellern in ganz Waghäusel. Henning Knauff erläuterte den Christdemokraten beim Gang durch das Weingut die Produktionsweise seiner Weine, von der Arbeit im Weinberg, über den Einsatz von Eichenfässern im Keller bis hin zum fertigen Produkt in den Flaschen und der Vermarktung direkt vom Hof und auf bundesweiten Weinmessen.
Während der Weinprobe informierte er auch über die Rahmenbedingungen der Produktion, wie die steigenden bürokratischen Anforderungen und die Auswirkungen des Klimawandels auf den heimischen Weinbau.
„Wir müssen uns ständig den klimatischen Veränderungen anpassen, um auch weiterhin gute Produkte in den gewünschten Mengen herstellen zu können. Die Arbeit wird durch die Wetterextreme immer aufwändiger“, erläuterte Henning Knauff. Der Staat sorge zudem mit immer neuen Anforderungen und Bürokratie ebenfalls dafür, dass Aufwand und Kosten immer wieder steigen würden. Auch der zurückgehende Weinkonsum und Preisdruck durch Überproduktion und die großen Handelsketten bringen die Familienbetriebe unter Druck. Dies versuche man durch Tradition, Erfahrung und vor allem durch hohe Qualität wettzumachen. Hinzu kommen immer wieder auch Innovationen, wie etwa im Barriquefass ausgebaute Weißweine.
Susanne Diesing kündigte an, in Zukunft häufiger ein Veranstaltungsformat anzubieten, das den politischen Austausch mit einem geselligen Teil verbinde, um einen größeren Kreis von Mitbürgerinnen und Mitbürgern anzusprechen.
