Zum Radverkehrskonzept

Ursel Scheurer
Ursel Scheurer

Es ist vorteilhaft, dass in die Erarbeitung der Radverkehrskonzeption von Anfang an neben Vertretern der Verwaltung und des Gemeinderates auch Interessengruppen, Vereine, Schulen und Bürgerinnen und Bürger eingebunden waren. Es ist ein umfangreiches Konzept mit 113 Einzelmaßnahmen und einem Kostenvolumen von über 5 Mio. Euro. Das Radverkehrskonzept ist eingebettet in die Konzepte des Kreises und des Landes und trägt zur Erhöhung der Wahrnehmung der Radfahrer als Verkehrsteilnehmer bei. Das Konzept bildet eine gute Basis für die künftige Arbeit der Verwaltung und der Gemeinderäte. Mit den Beschlüssen der letzten Wochen „Einführung von Tempo 30“ und „Erstellung eines „Parkraumkonzeptes“ haben wir dann ein Gesamtpaket, mit dem wir die Mobilität in unserer Gemeinde gestalten können. Es ist dynamisch und so können auch künftige Anregungen im Konzept aufgenommen werden. Es war schon immer ein großes Anliegen der CDU Fraktion, die Situation für Fahrradfahrer in unserer Stadt zu verbessern.

Wir haben in der Vergangenheit im Rahmen der Haushaltsanforderungen mehrfach die Erstellung eines Radverkehrskonzeptes gefordert. Auch hat die CDU zusammen mit ihren Projektgruppen im Jahr 2016 bei einer Fahrradtour mit der Ortsgruppe des BUND und dem VCD Gefahrenstellen und Verbesserungspotenziale identifiziert. Viele unserer Anregungen finden sich nun in dem vorliegende Radverkehrskonzept wieder. Die Ladesäule für E-Bikes bei der Eremitage geht beispielsweise auf einen CDU-Antrag zurück.Erfreulich ist, dass bereits einige Maßnahmen wie z.B. die Sharrows auf den Hauptstraßen und der neue Kreisel in der Kirrlacher Ortsmitte umgesetzt worden sind. Die weiteren Maßnahmen müssen in Zeiten, in denen die öffentlichen Haushalte sehr angespannt sind, nun mit Augenmaß priorisiert und umgesetzt werden. Einige Vorschläge im Konzept sind wünschenswert, aber nicht sofort notwendig. Die CDU Fraktion hält es deshalb in Anbetracht unserer Haushaltslage für wichtig, den Fokus zunächst auf die Beseitigung von Gefahrenquellen und die notwendigen Lückenschlüsse zu richten.

Folgende Maßnahmen sollten unseres Erachtens umgesetzt werden:

Furtmarkierung an Kreuzungen und Kreisel (Kirrlach Beispiel Ausfahrt Rewe-Parkplatz und Querung Rewe-Kreisel).

Anbringung von Fahrradpiktogrammen auf Hauptstraßen, wenn nicht bereits umgesetzt.

Anbringung von sinnvollen Fahrradständern (Bügel anstatt Felgenkiller) an Bushaltestellen und an kommunalen Einrichtungen.

Multifunktionssäule (Servicesäule) bei der Eremitage (Fahrradzentrum).

Beseitigung der Gefahrenstelle Querung L 555 auf Höhe des Bauernhofs (Waldweg Munitionsdepot).

Beseitigung der Gefahrenstelle Verbindung Kirrlach-Wiesental: Querungshilfe beim Forsthaus an der L 556 auf Höhe Tennishalle und

Lückenschluss der Verbindung Wiesental-Graben-Neudorf mit Beseitigung der Gefahrenstelle Querung L 638 auf Höhe Auffahrt zur ehemaligen B 36.

Hier in einem ersten Schritt:

1. Weiterführung des Radweges nach dem neuen Kreisel bei der Kapelle Höhe Grabener Weg entlangder L638 Richtung Triebstraße.

2. Umgestaltung Einmündung Triebstraße und Anbringung von Fahrradpiktogrammen entlang Triebstraße von Oberer Hagweg ausgehend.

3. Ergänzung der Beschilderung auf dem Globus-Parkplatz mit Hinweis auf den aktuellen asphaltierten Radweg nach Graben-Neudorf.

4. Querungshilfe am Übergang von der L638 auf L560 (ehemals B36) auf Höhe des Baggersees.

Im zweiten Schritt:

Weiterführung des Radweges ab Triebstraße entlang der L 638 nach Graben-Neudorf.

Wir fordern die Verwaltung auf, bei der Erstellung des Parkraumkonzeptes die Maßnahmen des Radverkehrskonzeptes zu berücksichtigen, den Gemeinderat einmal im Jahr über den Fortschritt und die weiteren Planungen des Radverkehrskonzeptes zu informieren und bei Maßnahmen, die uns tangieren, aber für die der Landkreis oder das Land zuständig sind, auf die Umsetzung hinzuwirken.

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