Stadtentwicklung in Waghäusel fest im Blick

Claudia Schmaus

Eine positive Jahresbilanz der CDU-Projektgruppe „Stadtentwicklung“ hat die Leiterin Claudia Schmaus gezogen. Die Projektgruppe befasst sich mit den Themen Verkehr, Infrastruktur, Entwicklung der Ortskerne, Ausweisung von Baugebieten, Energiekonzepten, Städtepartnerschaft, Vereinsförderung, alternativen Wohnmodellen und Kultur.

An der Projektgruppebeteiligen sich auch viele Mitbürger ohne CDU-Parteibuch. Zahlreiche Anregungen haben nicht nur die Projektgruppensitzungen erbracht, sondern vor allem auch die Fahrradtour „Tour de Städtle“ und die Postkartenaktion, bei der die Bürger Entwicklungsbedarf oder Missstände melden konnten. Aus der Fahrradtour entstand beispielsweise der Antrag, die gefährliche Verkehrssituation an der Kreuzung Kronauer Straße/Ostendstraße und den fehlenden Gehweg zur dortigen Bushaltestelle zu beseitigen. Zahlreiche weitere Anregungen wie etwa fehlende Beleuchtungen oder schlechte Beschilderung und unzureichende Regelungen betrafen den Verkehrsbereich. Entsprechende Maßnahmen werden gemeinsam mit dem CDU-Vorstand weiter verfolgt.

„Die Projektgruppe Stadtentwicklung hat sich zu einem zentralen Arbeitsbereich des Stadtverbandes entwickelt: Die Gruppe greiftThemen auf, bearbeitet sie und ergreift über die Gemeinderatsfraktion politisch die Initiative“, lobt die Vorsitzende Ursel Scheurer das Engagement.

Share

Schnelles Internet für bisher schlecht versorgte Gebiete

Bürgemeister Thomas Deuschle zum Glasfaserausbau

Landkreis und Kommunen investieren in Glasfaserausbau

Über drei Millionen Euro investiert die Stadt Waghäusel in einem ersten Schritt in den Ausbau schneller Internetverbindungen in der Großen Kreisstadt. Dies geschieht in erster Linie durch die Verlegung von Glasfaserkabeln in Neubau- und Gewerbegebieten sowie in den am schlechtesten versorgten Gebieten. Waghäusels Bürgermeister Thomas Deuschle berichtete auf Einladung der Projektgruppe „Waghäusel digital“ bei einer öffentlichen Veranstaltung des CDU Stadtverbandes Waghäusel. In den Schulungsräumen des Malerbetriebs Lehn konnte Jürgen Scheurer neben den Mitgliedern der CDU auch zahlreiche Selbstständige und Gewerbetreibende begrüßen.

„Von 28 europäischen Ländern belegt Deutschland beim Glasfaserausbau den vorletzten Platz“, erklärte Thomas Deuschle zu Auftakt seines Vortrags den Zuhörern. Zwar gebe es in vielen Gebieten eine derzeit ausreichende Versorgung durch schnelle DSL- oder Kabelangebote der privaten Anbieter. In anderen Teilen des Landes sei die Versorgung aber schlecht und die Anbieter seien dort auch teilweise nicht bereit, in den weiteren Netzausbau zu investieren.

„Der Landkreis Karlsruhe investiert daher in ein kreisweites Backbone-Netz mit Anschlüssen in jedem Ortsteil, um eine flächendeckende Grundversorgung von 50 Mbit/s in jedem Ortsteil zu ermöglichen. Der innerörtliche Ausbau erfolgt dann durch die Städte und Gemeinden mit Unterstützung des Landkreises“, erklärte Kreisrat Deuschle.

Im Jahr 2015 hat sich der Gemeinderat der Stadt Waghäusel auf eine Strategie zum Breitbandausbau verständigt. Zunächst erfolgte die Auftragsvergabe zur Erstellung eines Masterplans für das gesamte Stadtgebiet. Die erste Phase des Ausbaus sieht die Mitverlegung von Leerrohren für die Breitbandinfrastruktur in Neubaugebieten im Zuge der Erschließung vor. Dazu kommt die Verlegung im Bestand im Zuge von Straßen- und Gehwegsanierungen. Begonnen wird ein priorisierter Ausbau der am meisten unterversorgten Bestandsgebiete. Nachgeordnet erfolgt dann der mittel- bis langfristige Ausbau der übrigen Gebiete, abhängig von der finanziellen Leistungsfähigkeit der Stadt.

„Die kurzfristigen Nettoausbaukosten liegen bei rund 4,3 Millionen Euro für die erste Ausbaustufe, langfristig werden mindestens weitere 18, 3 Millionen Euro notwendig sein“, erläuterte Thomas Deuschle die Investitionssummen für den Glasfaserausbau in Waghäusel. Zunächst werden rund 7,4 Kilometer Kabellänge in Kirrlach und Wiesental verlegt.

Zunächst werden die innerörtlichen Anschlüsse an das Glasfasernetz errichtet (POP), an die dann die Verteiler für bestehende Kupferkabel (KVZ) oder neue Glasfaserleitungen (RVt) angeschlossen werden. Direkte Glasfaseranschlüsse an die neuen Glasfaserzuleitungen sind für Privathaushalte allerdings aus rechtlichen Gründen bisher nicht möglich, wenn dies bereits über einen Anschluss mit mindestens 30 MBits/s verfügen. Netzbetreiber und Anbieter für schnelle Verbindungen durch die Glasfaseranschlüsse ist die saarländische Firma Innexio. Sie hat die Ausschreibung des Landkreises gewonnen.

„Während der Stadtteil Waghäusel durch Kabelanschlüsse bisher ganz gut mit schnellem Internet versorgt ist, liegt der erste Ausbauschwerpunkt in den besonders schlecht versorgten Gebieten in Kirrlach und Wiesental“, berichtete Thomas Deuschle.

In der Diskussion nach dem sachkundigen und ausführlichen Vortrag wurde deutlich, wie groß der Bedarf an einer akzeptablen Breitbandversorgung bei Privatpersonen und Gewerbetreibenden in der Stadt ist. In einigen Teilen liegt die Bandbreite noch unter 5 Mbit/s und weit und 50 oder gar mehr als 100 Mbit/s, wie sie in Ballungsgebieten inzwischen oft Standard sind.

Share