K.O.-Kriterien

Ein von der Firma Transnet BW geplanter Konverter, eine Anlage auf 10 ha Fläche mit mehreren 20 Meter hohen und 90 Meter langen Gebäuden, ist auch auf Waghäuseler Gemarkung nicht erwünscht!

„Der Standort wäre im Bereich des Kernkraftwerks Philippsburg am sinnvollsten, um den Bau von Stichleitungen vermeiden zu können“, so Stadtrat Ernst Schuhmacher im Anschluss an die Vorstellung des Projekts Ultranet von Transnet BW. Der einzige denkbare Standort auf Gemarkung Waghäusel ist im Gewann Landstraßenäcker zu finden, weit weg von der Wohnbebauung und ohne Beeinträchtigung schutzwürdiger Landschaft. „Es kann nicht sein,“ so Fraktionsvorsitzender Uli Roß, “ dass Waghäusel als angrenzende Stadt über viele Jahre das Restrisiko des Kernkraftwerks Philippsburg mitgetragen hat, ohne an den finanziellen Vorteilen Philippsburg einen Anteil zu haben und nun erhebliche Geländeanteile ohne finanziellen Ausgleich zur Verfügung stellen soll. Es muss eine entsprechende Summe an jährlichen Gewerbesteuer- oder besser Gebühreneinnahmen garantiert werden, um einem solchen Großprojekt auf Waghäuseler Gemarkung zustimmen zu können.“

Auf eine entsprechende Anfrage bezifferte der Projektleiter die Vorteile auf bis zu 500.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen pro Jahr. „Da keine zusätzlichen Arbeitsplätze für Waghäusel durch den Betrieb des Konverters erwartet werden können, ist ein finanzieller Ausgleich unabdingbar,“ forderte auch Stadtrat Rolf Mayer im Anschluss an die Vorstellung des Projekts.

Die CDU Fraktion macht eine Zustimmung darüber hinaus davon abhängig, dass, wie von Transnet BW versichert, keine Gefahren für die Gesundheit der Mitbürgerinnen und Mitbürger durch den Betrieb des Konverters und die benötigte Kabeltrasse entstehen und dass keine Lärmbelästigung für die Bewohner der Stadt Waghäusel zu befürchten ist. (ur)

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