Weitere Pflegestützpunkte im Landkreis Karlsruhe notwendig

Engpässe in der Beratung werden deutlich

Uli Ross Fraktionsvorsitzender
Uli Ross
Fraktionsvorsitzender

Neben Bruchsal uns Ettlingen sollen auch Waghäusel, Bretten und Stutensee einen Pflegestützpunkt bekommen. Die 2010 bzw. 2011 in Betrieb gegangenen Pflegestützpunkte in Bruchsal und Ettlingen haben in den Jahren bis 2014 eine rasant ansteigende Akzeptanz erfahren. Die Kontakte und Anfragen haben sich in den Jahren 2011 bis 2014 auf knapp 5.400 Kontakte und Anfragen mehr als verdreifacht.

Mit 1,5 Fachkraftstellen muss derzeit der Pflegestützpunkt Bruchsal den gesamten nördlichen und östlichen Teil des Landkreisgebietes abdecken. Der Pflegestützpunkt Ettlingen deckt – ebenfalls mit 1,5 Fachkraftstellen ausgestattet – den südlichen Teil des Landkreisgebietes ab. So werden derzeit auch die Städte Bretten, Stutensee und Waghäusel von den bestehenden Pflegestützpunkten mit betreut. Dies führt zu erheblichen Engpässen in der Beratung.

Der sukzessive Ausbau zu einem flächendeckenden Netz von Pflegestützpunkten war bereits im Jahr 2008 durch das Sozialministerium Baden-Württemberg vorgesehen. Die Notwendigkeit dieses Ausbaus tritt immer deutlicher in den Vordergrund.

„Es ist absolut unverständlich, dass über die im Juli 2014 vom Landkreis Karlsruhe beantragten weiteren Pflegestützpunkte in Bretten, Stutensee und Waghäusel bis heute keine Entscheidung getroffen wurde, weil sich im zuständigen Fachausschuss der Landesarbeitsgemeinschaft Pflegestützpunkte die Kranken- und Pflegekassen auf der einen und die kommunalen Vertreter auf der anderen Seite nicht einig sind“ stellte der Jugend- und Sozialpolitische Sprecher der CDU Kreistagsfraktion Uli Roß dazu fest.

Nach seiner Auffassung werden Verfahrensstreitigkeiten auf dem Rücken der betroffenen Kreiseinwohner ausgetragen, denen dringend benötigte weitere Pflegestützpunkte vorenthalten werden.

„Wir fordern die Landesregierung, insbesondere das Sozialministerium Baden-Württemberg auf, endlich den überfälligen bedarfsgerechten Ausbau von Pflegestützpunkten voranzutreiben und die Landesarbeitsgemeinschaft zur Umsetzung zu drängen, so Kreisrat Uli Roß. Die Kontakte und Anfragen bestätigten, dass nicht nur Beratungstätigkeiten, sondern auch Koordinierungsaufgaben nachgefragt und benötigt  werden. Die Kassen müssten das endlich einsehen und ihre Blockadehaltung aufgeben.

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