CDU-Jubiläumsmatinee 75 Jahre CDU Waghäusel

Im Rahmen der CDU-Jubiläumsmatinee wurden zahlreiche Mitglieder für ihre langjährige Mitgliedschaft und Unterstützung der CDU geehrt. Es waren dies unter anderem für

65 Jahre: Ansgar Lerch, Max Oechsler, Robert Straub

60 Jahre: Lothar Weis

50 Jahre: Jörg Bauder, Theo Heiler, Robert Kremer, Trudbert Rolli, Heinz Sand, Viktor Schäffer, Erhard Schmitteckert, Georgine Schmitteckert, Heinrich Schmitteckert, Arnold Schuhmacher, Manfred Seider, Manfred Senger, Bernhard Stork, Rudolf Woll

45 Jahre: Heinrich Kretzler,  Bernd Raubuch

40 Jahre: Gertrud Erbe, Anneliese Gentner, Annemarie Heiler, Mario Herberger, Hans-Peter Hiltwein, Helga Hirschinger, Günther Kailbach, Helga Kolb, Robert Kremer,Monika Lechnauer, Anita Mahl, Hugo Mahl, Albert Markstahler, Paul Marx, Resi Marx, Norma Metzger, Ulrika Nad, Otto Pravez, Manfred G. Rölleke, Uli Roß, Julia Sand, Herbert Steinle, Gabriele Stork, Elisabeth Straub, 

30 Jahre: Traudel Armbrust, Irene Waibel, Norbert Zimmermann,

25 Jahre: Nicole Anders, Hans-Josef Auer, Rudi Baumann, Frank Burkard, Ulrich Hintermayer, Doris Jedlitschka, Karl-Heinz Käpplein, Ulrich Max, Monika Schmitteckert, Egon Schweikert, Heidrun Sieber, Matthias Spohn, Klaus van Eck, Alexander     Wiesner

Share

Erfolgreicher Einsatz für die Bürger in Waghäusel und darüber hinaus

Der CDU Waghäusel feierte 75-jähriges Jubiläum

Gemeinsam mit Oberbürgermeister Thomas Deuschle und Ulli Hockenberger MdL ehrte die CDU-Vorsitzende Ursel Scheurer Alt-Bürgermeister Robert Straub für 65 Jahre CDU-Mitgliedschaft. Es fehlen auf dem Bild Dr. Ansgar Lerch und Max Oechsler, die ebenfalls seit 65 Jahren Mitglied der CDU sind. (Foto: Jürgen Scheurer)

Die Geschichte der CDU-Ortsverbände in Wiesental und Kirrlach begann im Januar 1946. Mehr als 45 Jahre später – am 19.November 1991 – schlossen sie sich zum Stadtverband Waghäusel zusammen. „Mit 215 Mitgliedern ist er heute einer der größten im Landkreis“, sagte die CDU-Vorsitzende Ursel Scheurer bei der Jubiläumsmatinee im Wiesentaler Sängerbund-Heim. „Und einer der aktivsten“, ergänzte CDU-Kreisvorsitzender Daniel Caspary (MdEP) bei der coronabedingt nachgeholten Feier zum 75jährigen Bestehen der Waghäuseler Christdemokraten.

Der Vorsitzende der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament lobte die kommunale Stärke der CDU in Waghäusel und beglückwünschte Thomas Deuschle zur Wahl als Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt. Daniel Caspary erinnerte an die Gründerjahre der Christlich Demokratischen Union mit der Schaffung der Nachkriegsordnung und dem Hungerwinter 1946/47. Der Europapolitiker appellierte an alle Demokraten: „Wir sind derzeit besonders gefordert, wenn wir auch die nächsten 75 Jahre in Frieden und Freiheit leben wollen.“

Thomas Deuschle nannte die Kommunen als Keimzellen und die Menschen, die dort Verantwortung übernehmen, als Fundament der Demokratie. Er lobte die CDU Waghäusel als lebendige, aber auch konstruktiv streitbare Partei. „Bleibt streitbar und engagiert“, schrieb der Rathauschef den CDU-Mitgliedern ins Parteibuch. Mit Blick auf die aktuellen Krisen forderte Ursel Scheurer Mut und Zuversicht. Zugleich überbrache sie die besten Grüße des verhinderten Bundestagsabgeordneten Olav Gutting (CDU).

„Unsere politische Arbeit profitiert von der Erfahrung alter Hasen und den Ideen neuer junger Köpfe“, zeigte sich die Waghäuseler CDU-Chefin zuversichtlich. Die neu gewählte Vorstandschaft mit einem recht jungen Altersdurchschnitt setzt sich bei einem Frauenanteil von 47 Prozent aus 19 Mitgliedern zusammen. Die Arbeit der Waghäuseler Christdemokraten schätzt auch der CDU-Landtagsabgeordnete Ulli Hockenberger, der sich einmal mehr als bürgernaher Vertreter seiner Partei zeigte.

Vor und nach dem Gang zum Büffet rückten Ehrungen in den Mittelpunkt. Ausgezeichnet wurden mehrere Frauen und Männer für langjährige Mitgliedschaften. Darunter mit Robert Straub sowie dem erkrankten Max Oechsler und dem verhinderten Ansgar Lerch auch drei Personen, die seit 65 Jahren das CDU-Parteibuch haben. Robert Straub übernahm als 18-Jähriger den Vorsitz bei der Jungen Union Kirrlach und beim Kreisverband Bruchsal. Er war Ortsverbandsvorsitzender, Gemeinderat und 28 Jahre Mitglied des Kreistages. Am 1.Juni 1975 wurde der Gymnasiallehrer erstmals zum Bürgermeister von Waghäusel gewählt und war bis 1999 Chef im Rathaus, ehe dort sein ehemaliger Lateinschüler Walter Heiler einzog. Vor zwei Jahren wurde Robert Straub die Ehrenbürgerwürde der Großen Kreisstadt verliehen. Musikalisch umrahmt wurde die Jubiläumsmatinee von der Band Easy Blue.

(Kurt Klumpp)

Share

Tiefengeothermieprojekte sollen vom Land abgesichert werden

Bohrturm in Graben-Neudorf
Bohrturm in Graben-Neudorf (Bild: DEW)

CDU-Abgeordnete wollen von der Landesregierung weiter Landesbürgschaften zu Absicherung von Geothermieprojekten

Kritik an Tiefengeothermieprojekten im Landkreis Karlsruhe resultiert meist aus der Sorge um Schäden an Gebäuden. Es wird befürchtet, dass Hausbesitzer auf Kosten für eventuelle Schäden sitzen bleiben könnten oder lange Prozesse führen müssen, um Schadensersatz zu bekommen. Die Landesregierung hält diese Sorge zwar für unbegründet, führt aber Gespräche mit der Branche über weitergehende Absicherungen. Landesbürgschaften plant die Regierung aber „aufgrund der schwierigen Umsetzung“ derzeit nicht. Das hat Umweltministerin Thekla Walker den beiden Landtagsabgeordneten Ansgar Mayr und Ulli Hockenberger auf deren Anfrage mitgeteilt.

„Ungeachtet bestehender Sicherheiten und Zusagen der Unternehmen, sowie den notwendigen Versicherungen, können Landesbürgschaften zusätzlich dazu beitragen, die Sorgen und Befürchtungen von Bürgern abzubauen. Was an der Umsetzung solcher Bürgschaften schwierig sein soll, erschließt sich uns nicht. Vielmehr wären sie ein einfaches Mittel zur Erhöhung der Akzeptanz der Projekte“, erklärte Ansgar Mayr, der Landtagsabgeordnete des .

Mögliche Schäden durch seismische Aktivitäten aufgrund von Borhungen sind sehr weitgehend abgesichert. Die Zulassungspraxis für Tiefengeothermie-Anlagen sieht vor, dass von Unternehmern der Nachweis einer Haftpflichtversicherung für Schadensfälle verlangt wird. Bisher bekannt gewordene Schadenssummen liegen im Bereich zweistelliger Millionenbeträge. Daran orientiert, decken aktuell vorgelegte Versicherungspolicen je Versicherungsfall einen Betrag von 20 Millionen Euro ab. In Paragraph 120 des BBergG ist auch die sogenannte Bergschadensvermutung geregelt, wonach eine Bergbaubetreiber, also auch ein Tiefengeothermieunternehmen, nachweisen muss, dass Schäden nicht durch ihn verursacht wurden. Im Falle der Insolvenz eines Anlagenbetreibers gibt es darüber hinaus einen Nachhaftungszeitraum für die Haftpflichtversicherung von üblicherweise fünf Jahren.

„Sollte ein Schaden durch eine Tiefengeothermiebohrung entstehen, sind durch das Eigenkapital der Betreiber und durch deren Haftpflichtversicherungen ausreichend Sicherheiten gegeben. Um die Bürgerinnen und Bürger darüber hinaus abzusichern sind unseres Erachtens Landesbürgschaften der richtige Weg“, erklärte Ansgar Mayr.

„Wir bedauern die Aussage der grünen Umweltministerin sehr, dass Landesbürgschaften aufgrund der angeblich schwierigen Umsetzung nicht vorgesehen sind. Die Aussage bedeutet für uns aber auch, dass sie generell möglich sind, wenn der politische Wille im Parlament gegeben ist“, erklärte Ulli Hockenberger.

Die CDU-Landtagsfraktion hat sich ganz aktuell im Rahmen ihrer Klausurtagung ausführlich mit dem Thema befasst und einen entsprechenden Beschluss gefasst. Sie unterstützt die Forderung der örtlichen CDU-Abgeordneten und fordert ebenfalls dazu auf, dass das Land Ausfallbürgschaften für Geothermiebohrungen übernehmen kann, um bestehende Befürchtungen abzubauen.

Das grün-geführte Ministerium und die zuständigen Organisationseinheiten sollten nach Auffassung der beiden Abgeordneten rasch einen Weg finden, denn Landesbürgschaften können dazu beitragen die Tiefengeothermie als wichtigen Baustein bei der Energiewende voranzubringen.

Share