Steine führen auf den Weg der Demokratie

Ulrike Lechnauer-Müller, Angelika Nosal, Nicole Anders und Ursel Scheurer

Festival der Demokratie in Waghäusel wird auf nächstes Jahr verschoben

Es sollte ein „Festival der Demokratie“ werden, das die beiden Parteien CDU und SPD am 21. Juni diesen Jahres in Waghäusel geplant hatten. Aufgrund der Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie mussten es die Organisatoren jetzt allerdings um ein Jahr verschieben.

Vorgesehen war auf dem Gelände rund um die Eremitage und das Denkmal für die Badische Revolution ein Festival, zu dem alle Parteien und gesellschaftliche Gruppen eingeladen waren, bei Musik, Gesprächen und Diskussionsrunden zu den Themen Demokratie und Freiheit ins Gespräch zu kommen.

Für einen Impulsvortrag hatten die Initiatoren aus SPD und CDU den Verfassungsrichter und früheren Ministerpräsidenten des Saarlandes Peter Müller gewonnen. Er hat nun auch schon für den neuen Termin im Jahr 2021 zugesagt.

Trotz der Absage für dieses Jahr wollen die beiden Parteien das Thema schon in den nächsten Wochen in die Bevölkerung tragen. Sie wollen damit für Diskussionen und Diskurse werben, gleichzeitig aber einer Spaltung der Gesellschaft durch Populismus und Radikalisierung entgegentreten. Mit der Veranstaltung wollen die Parteien einen öffentlichen Raum für den Austausch und offenen Dialog mit der Intention bieten, in dem miteinander statt übereinander gesprochen wird. Durch die Kombination der Bereiche Kultur und Politik soll eine lockere und entspannte Atmosphäre geschaffen werden, in der soziale, liberale, konservative und eher unpolitische Bürgerinnen und Bürger miteinander ins Gespräch kommen und sich auf Augenhöhe über Politik, Gesellschaft und Persönliches austauschen können.

Als die beiden Parteien mit der ältesten Tradition und Historie in unserer Demokratie wollen CDU und SPD mit diesem Veranstaltungsformat ein Zeichen gegen Politikverdrossenheit und sinkende Wahlbeteiligung setzen. Die Veranstaltung soll deutlich machen, wie wertvoll ein Leben in einer freiheitlichen und friedlichen Demokratie doch ist.

Das Gelände um die Eremitage Waghäusel ist aufgrund seiner Geschichte im Zusammenhang mit der Badischen Revolution, bei der 1848-1848 Revolutionäre für Demokratie und die Freiheit und Einheit Deutschlands kämpften, prädestiniert für das Vorhaben.

„Wir haben uns vorgenommen mit den Bürgern zusammen den Wert von Demokratie und Freiheit in den Mittelpunkt des gesellschaftlichen Interesses in Waghäusel zu rücken. Eine Steinreihe, wie sie in der derzeitigen Krisensituation an verschiedenen Orten angelegt wurde, soll daher auf das Thema und das Festival der Demokratie 2021 aufmerksam machen“, erklärt die CDU-Vorsitzende Ursel Scheurer.

Als Symbol des Weges zur Demokratie dient dafür einen Steinreihe aus bemalten und beschrifteten Steinen. Den ersten dieser Steine hat die ehemalige Stadträtin Susanne Woll künstlerisch gestaltet. Gemeinsam haben ihn die beiden Parteivorsitzenden, Ulrike Lechnauer-Müller von der SPD und Ursel Scheurer von der CDU mit ihren Co-Vorsitzenden Angelika Nosal und Nicole Anders am Weg beim Revolutionsdenkmal niedergelegt und damit die Steinreihe der Demokratie begonnen.

„Mit dem ersten Demokratiestein wollen wir den Anstoß für unsere Mitmenschen geben, ihre Gedanken zu Freiheit und Demokratie öffentlich zu machen und sie uns mit auf den Weg zu der Veranstaltung im nächsten Jahr mitzugeben“, erläuterte die SPD-Vorsitzende Ulrike Lechnauer-Müller. CDU und SPD laden alle Bürgerinnen und Bürger sowie gesellschaftliche Gruppen ein, es ihnen gleich zu tun und ebenfalls Steine zu bemalen und an dem Weg abzulegen.

Der erste Stein auf dem Weg der Demokratie
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CDU Waghäusel sagt alle Treffen und Veranstaltungen bis Ostern ab

Die CDU Waghäusel sagt, aufgrund der Maßnahmen gegen die Verbreitung des Corona-Virus, ab sofort alle geplanten Veranstaltungen und Treffen bis Ostern ab. Dringende Besprechungen und Diskussionen werden digital stattfinden. Die Vorstands- und Fraktionsmitglieder werden aber auch in der Corona-Krise für die Bürger in unserer Stadt da sein. Nehmen sie gerne mit ihnen Kontakt auf, wenn Sie ein Anliegen haben. Über ihre Internetseite www.cdu-waghaeusel.de ist der CDU Stadtverband jederzeit ansprechbar. Auch die Projektgruppen der Bürgerwerkstatt sind weiter online erreichbar. Unter www.direktzu.de/buergerwerkstatt können Sie Fragen und Anregungen in die Projektgruppen geben. Dazu wurde auf der Plattform ein neuer Antwortbereich geschaffen, über den Fragen beantwortet oder Informationen zum Stand eines Projektes gegeben werden.

Bitte beachten Sie alle Hinweise und Vorgaben der Stadt im Zusammenhang mit dem dem Corona-Virus. Achten Sie auf sich und Ihre Angehörigen und Freunde. Bleiben Sie gesund!

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CDU-Mitglieder bei unabhängiger Wählervereinigung sollen Partei verlassen

CDU Stadtverband sieht parteischädigendes Verhalten und hat den CDU Kreisverband eingeschaltet

Der CDU Stadtverband Waghäusel hat sechs seiner Mitglieder wegen parteischädigendem Verhalten dem CDU Kreisverband Karlsruhe-Land gemeldet und erwartet, dass diese die Partei verlassen.

Die sechs Mitglieder hatten bei der Kommunalwahl im Mai einen konkurrierenden Wahlvorschlag „Die Unabhängigen“ initiiert und auf der Gemeinderats- bzw. Kreistagsliste kandidiert. „Die Unabhängigen“ haben sowohl im Wahkampf, als auch danach, immer wieder gegen die CDU polemisiert und auf die eigene „Unabhängigkeit“ verwiesen. Dieses Verhalten verträgt sich nach Auffassung des CDU-Stadtverbandes nicht mit der weiteren Mitgliedschaft in der CDU.

Zugehörigkeit oder Kandidatur bei einer Wählervereinigung die in Konkurrenz zur CDU steht, ist nach den Statuten der CDU parteischädigendes Verhalten. Sollten die betroffenen Mitglieder die CDU nicht freiwillig verlassen, soll ein Parteiausschlussverfahren in die Wege geleitet werden.

Da auch die Mitglieder der CDU Waghäusel erwarten, dass Satzung und Statuten der CDU eingehalten werden, sieht sich der CDU Stadtverband in der Pflicht zu handeln und hat den zuständigen Kreisverband entsprechend informiert.

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