Flüchtlingsunterkünfte werden ausgebaut

IMG_3374CDU besichtigte neuen Standort für Gemeinschaftsunterkunft

Die CDU Waghäusel und die Gemeinderatsfraktion haben den neuen Standort für die Gemeinschaftsunterkunft des Landkreises in Waghäusel besichtigt. Rund 40 Bürger konnte die CDU-Vorsitzende Ursel Scheurer zu dem Vor-Ort-Termin begrüßen. Die Kreisräte Thomas Deuschle und Uli Ross berichteten den interessierten Zuhörern über den Stand der Planungen und die aktuellen Flüchtlings- und Asylbewerberzahlen.

Hinter dem Gewerbegebiet im Stadtteil Wiesental soll zwischen Mannheimer Straße und Bahntrasse durch einen Generalunternehmer eine Einrichtung für die Gemeinschaftsunterkunft mit zunächst 210 Plätzen errichtet werden. Bei der Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern wird unterschieden zwischen Gemeinschaftsunterkunft in der Zuständigkeit Landkreises und der sogenannten Anschlussunterbringung, die in die Zuständigkeit der Stadt fällt.

Insgesamt 9600 Flüchtlinge müssen nach aktuellen Zahlen im Jahr 2016 im gesamten Landkreis untergebracht werden. Vor einigen Wochen ging man noch von einer deutlich geringeren Anzahl aus. Deshalb wird es auch in Waghäusel wohl nicht bei der Unterbringung von 210 Personen in der Gemeinschaftsunterkunft bleiben.

„Nach aktueller Berechnung des Landkreises entfallen auf Waghäusel im Verhältnis zu seiner Einwohnerzahl insgesamt 453 Personen “, erläuterte Thomas Deuschle. Derzeit sind in Waghäusel 140 Personen in der vorübergehenden Gemeinschaftsunterkunft auf dem Südzuckergelände und 13 Personen in der Anschlussunterbringung untergebracht. Nach bisheriger Planung sollte diese Zahl 2016 auf 92 Plätze in der Anschlussunterbringung anwachsen. Bei 453 Personen in der Gemeinschaftsunterkunft ist dann auch in der Anschlussunterbringung mit einem entsprechend höheren Platzbedarf zu rechnen. Die Anschlussunterbringung ist durch die Stadt derzeit vollständig als Containerlösung geplant.

„Für die Baumaßnahmen des Landkreises sind von Seiten der Stadt Waghäusel alle Vorbereitungen getroffen worden, die notwendig sind. Die Erschließungsmaßnahmen haben bereits begonnen“, erklärte Thomas Deuschle.

Thomas Deuschle berichtete auch über die geplanten Leistungen zur Integrationsunterstützung wie Deutschkurse und Verkehrsanbindung der Unterkünfte. Diskutiert wurde unter anderem die zukünftige Größe der Einrichtung an einem Standort. Die CDU hat die Stadtverwaltung bereits gebeten, eine Konzeption zu erarbeiten, die eine entsprechende dezentrale Unterbringung in Waghäusel ermöglichen kann.

„Alle Fraktionen des Gemeinderats haben sich grundsätzlich für eine dezentrale Unterbringung ausgesprochen. Eine Konzentration aller mehr als 450 Personen auf die Bereiche Südzuckergelände und Unterspeyerer Feld birgt Risiken und erschwert die Integration deutlich“, erklärte CDU-Fraktionschef Uli Ross. „Nach Auffassung der CDU ist eine Unterbringung in kleineren Einheiten, verteilt auf alle Stadtteile dringend geboten“, meinte auch Ursel Scheurer.

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