Gegen Wohnungseinbrüche kann man sich schützen

CDU und Polizei informierten über aktuelle Situation

Baden-Württemberg war in der Vergangenheit stets eines der sichersten Bundesländer. Die Zunahme der Wohnungseinbrüche verunsichert auch in der Region viele Bürgerinnen und Bürger.

Die CDU Waghäusel hatte daher zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Wie schütze ich mich vor Wohnungseinbrüchen?“ mit dem Bundestagsabgeordneten Olav Gutting MdB eingeladen. Die CDU-Vorsitzende Ursel Scheurer konnte eine große Zuhörerschaft im Hotel Cristall in Kirrlach begrüßen. Als Experten hatte die CDU den Kriminalhauptkommissar Hans-Joachim Rausch, Leiter der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle und Kriminaloberrat Alexander Ebert, Leiter des Kriminalkommissariats Bruchsal gewinnen können.Der Schutz der eigenen Wohnung hat für das Sicherheitsgefühl der Menschen oberste Priorität. Der Eigentumsschutz ist daher ein der wichtigsten Aufgaben des Staates“, stellte Bundestagsabgeordneter Olav Gutting zu Beginn der Veranstaltung fest. Er stellte verschiedene Initiativen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Zusammenhang mit Einbruchdiebstahl vor. So solle der Tatbestand in die sogenannten Katalogstraftaten aufgenommen werden. Dann würden auch die Ermittlungen erleichtert, weil beispielsweise Telefonüberwachung möglich werde. Olav Gutting plädierte auch für eine Erhöhung des Strafmaßes und eine verbesserte internationale Zusammenarbeit der Ermittlungsbehörden.

Alexander Ebert informierte die Anwesenden über die Arbeit seiner Sonderermittlungsgruppe, die sich im Bereich des Polizeipräsidiums Karlsruhe um die Eigentumsdelikte besonders kümmert. Dabei stellte er auch die aktuelle Kriminalstatistik im neuen Gebiet des Polizeipräsidiums Karlsruhe dar. Von 2012 auf 2013 waren die Einbruchszahlen mit einer Steigerung um 65 Prozent nahezu explodiert. Gleichzeitig sank die Aufklärungsquote 6 Prozent. „Mit einer besondere Organisation, der BAO Einbruchdiebstahl, vor allem aber mit neuen Maßnahmen, erhöhtem Kontrolldruck und zugezogenen Spezialisten konnten diese Zahlen deutlich verbessert werden“, so Ebert. Er sei aber noch nicht zufrieden und arbeite mit seinem Team mit Hochdruck an weiteren Maßnahmen.

Hans-Joachim Rausch gab anschließend Einblicke in die Vorgehensweise von Einbrechern. Er sparte auch nicht mit wertvollen Tipps, wie man sich vor Wohnungseinbrüchen besser schützen kann. „Man kann einiges tun, um Einbrechern das Leben schwerer zu machen“, erklärte Rausch.

Zunächst können sich die Bürger durch Polizeiliche Beratungsstelle kostenlos fachmännisch beraten lassen. Dabei geht es vor allem um die Erkennung von Schwachstellen am Gebäude und die sachgerechte erfolgreich Sicherung von Türen und Fenstern.

Auch auf die Prävention legte Hans-Joachim Rausch wert. Beispielsweise durch das abschließen von Türen. „Wichtig sind immer auch aufmerksame Nachbarn, die verdächtiges Verhalten fremder Personen der Polizei melden“, so der Beamte.

In der angeregten Diskussion war auch die Vorgehensweise von Tätern ein Thema, die oft aus dem Ausland einreisten und hier kurzzeitig bei einem Bekannten Unterschlupf finden, um ihre Beutezüge zu starten. Diese seien zwar schwer zu ermitteln, allerdings könnten bei einem Ermittlungserfolg dann meistens gleich eine Vielzahl von Straftaten aufgeklärt werden, so das Fazit der beiden Kriminalkommissare zum Ende ihres Vortrags.

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